Zeitleiste
Der Bundestag beriet über mehrere Sammelübersichten des Petitionsausschusses. Im Mittelpunkt der Debatte stand eine Petition, die das Pfand auf Bier-Mehrwegglasflaschen von 8 auf 15 Cent anheben will. Der Petitionsausschuss empfahl einstimmig, das Anliegen dem Bundesumweltministerium zur Prüfung und Bearbeitung zu überweisen.
Linke
In der Befragung der Bundesregierung antworteten Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU/CSU) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD) auf Fragen der Abgeordneten. Es war eine Fragestunde ohne Abstimmung. Themen waren unter anderem Bildung, Kinderschutz, das Programm Demokratie leben sowie Klimaschutz, das Gebäudeenergiegesetz und die Kernenergie.
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Der Bundestag beriet in erster Lesung ein Gesetz, das die Produkthaftung erstmals seit über 35 Jahren modernisiert und eine EU-Richtlinie umsetzt. Künftig sollen auch Software, KI und Onlineplattformen erfasst werden, und Geschädigte sollen es leichter haben, Ansprüche durchzusetzen. Es gab keine Abstimmung; das Ziel wird breit unterstützt, im Detail gibt es Kritik von allen Seiten.
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Der Bundestag beriet in erster Lesung den Gesetzentwurf der Regierung zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung sowie einen Antrag der Linken. Geplant sind unter anderem Hilfen für Apotheken auf dem Land, weniger Bürokratie und neue Aufgaben wie Impfungen und Tests. CDU/CSU und SPD trugen den Entwurf mit, die Opposition kritisierte vor allem die noch offene Honorarerhöhung.
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Die AfD forderte mit einem Antrag, die deutsche Rohstoffpolitik zur Priorität zu machen, unter anderem mit einem eigenen Rohstoffbeauftragten. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag als inhaltsleer ab, da vieles davon bereits existiere. CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke stimmten gegen den Antrag.
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Die Linke forderte mit einem Antrag bezahlbares und klimafreundliches Heizen, mehr Mieterschutz und stärkere staatliche Steuerung der Wärmewende. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten den Antrag ab, die Grünen kritisierten vor allem die Pläne der Regierung. Eine Abstimmung im Plenum ist hier nicht ausgewiesen.
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Der Bundestag beriet erstmals über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, der die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) im Verkehr an neue EU-Vorgaben anpassen soll. SPD und CDU/CSU unterstützen den Entwurf, AfD und Linke lehnen ihn ab. Es gab noch keine Abstimmung, der Entwurf geht in die Ausschussberatung.
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Der Bundestag beriet abschließend das Tariftreuegesetz. Firmen, die öffentliche Aufträge des Bundes erhalten, müssen ihren Beschäftigten Löhne und Arbeitsbedingungen zahlen, die dem maßgeblichen Tarifvertrag entsprechen. SPD, CDU/CSU und Grüne unterstützen das Gesetz, die AfD lehnt es ab, die Linke kritisiert es als zu schwach.
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Die Grünen forderten in einem Antrag nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mehr Tempo beim Klimaschutz und bezahlbaren Strom. CDU/CSU und SPD lehnten den Antrag ab und kündigten ein eigenes Klimaschutzprogramm an, die AfD will Klimagesetze ganz abschaffen, die Linke hält den Antrag für zu schwach.
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Der Bundestag beriet erstmals das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das Bau und Planung von Straßen, Schienen und Wasserstraßen beschleunigen soll. CDU/CSU und SPD unterstützen den Entwurf, Grüne und Linke kritisieren ihn als Gefahr für Umweltschutz und Bürgerbeteiligung, die AfD hält ihn für unzureichend. Es gab noch keine Abstimmung.
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Der Bundestag beriet in zweiter und dritter Lesung das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz der Regierung, das Genehmigungen und den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur beschleunigen soll. CDU/CSU und SPD trugen das Gesetz, die Grünen kritisierten die Offenheit für Erdgas-basierten Wasserstoff, Linke und AfD lehnten es aus gegensätzlichen Gründen ab.
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Die AfD forderte in einem Antrag, die Grundsteuer komplett abzuschaffen, um Eigentümer zu schützen und Mieter zu entlasten. Alle anderen Fraktionen lehnten das ab, vor allem weil die Grundsteuer eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen ist. Über den Antrag wurde in dieser Debatte nicht abgestimmt.
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Die AfD forderte in einem Antrag, dem Fachkräftemangel mit Technik, Automatisierung und Ausbildung der eigenen Jugend zu begegnen statt mit Zuwanderung. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag ab und betonten, dass Deutschland auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen sei. Eine Abstimmung fand in dieser Debatte nicht statt.
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Der Bundestag beriet die fünfte Änderung des Chemikaliengesetzes, die EU-Vorgaben gegen klimaschädliche F-Gase in deutsches Recht umsetzt. Sie soll den illegalen Handel mit diesen Gasen eindämmen und Verantwortlichkeiten klarer regeln. SPD und Grüne unterstützten das Gesetz, die AfD lehnte es ab, die Linke trug die Umsetzung mit, kritisierte aber Ausnahmen.
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Die Grünen brachten einen Gesetzentwurf und einen Antrag für ein stärkeres soziales Mietrecht ein, unter anderem mit einer entfristeten, bundesweiten Mietpreisbremse und Schutz vor Eigenbedarfskündigungen. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten die Vorlagen ab, die Linke unterstützte die Stoßrichtung und forderte noch weitergehende Schritte.
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Die Grünen brachten zwei Oppositionsanträge ein: bessere Finanzierungsbedingungen für Start-ups und Scale-ups sowie weniger Bürokratie in Wissenschaft und Forschung. Über das Ziel, junge Firmen in Deutschland zu halten, herrschte breite Einigkeit, über den Weg gab es Streit. Es gab keine Abstimmung.
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Die AfD forderte mit einem Antrag, das sogenannte Heizungsgesetz (Gebäudeenergiegesetz) abzuschaffen. Die Koalition aus Union und SPD hatte am Vorabend Eckpunkte vorgelegt, mit denen sie die 65-Prozent-Erneuerbaren-Regel streichen will. Union und SPD wiesen den AfD-Antrag als überflüssig zurück, Grüne und Linke kritisierten die Eckpunkte. Es gab keine Abstimmung.
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Wirtschaftsministerin Reiche stellte den Jahreswirtschaftsbericht 2026 vor: Nach Jahren der Stagnation soll die Wirtschaft wieder leicht wachsen. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD wertete das als Erfolg ihrer Politik. AfD, Grüne und Linke kritisierten die Regierung scharf, allerdings aus sehr unterschiedlichen Gründen.
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In einer von den Grünen verlangten Aktuellen Stunde ging es um die Frage, ob Deutschland an seinen Klimazielen festhält und wie es unabhängig bei der Energie wird. Es gab keine Abstimmung. Grüne, SPD und Linke wollen am Klimaschutz und am Ausbau erneuerbarer Energien festhalten, während Teile der CDU/CSU eine Lockerung der Ziele diskutieren und die AfD den Klimaschutz ganz ablehnt.
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Bundeskanzler Merz erklärte im Bundestag, wie Deutschland und Europa in einer Welt der Großmächte bestehen sollen: durch eigene Verteidigung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und Geschlossenheit. CDU/CSU und SPD trugen den Kurs mit, AfD, Grüne und Linke kritisierten ihn aus sehr unterschiedlichen Gründen. Es gab keine Abstimmung.
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