Linke und Grüne brachten Anträge gegen die geplanten Kürzungen beim Wohngeld ein. Sie warnten, dass vor allem Rentner, Familien und Alleinerziehende ihre Wohnung verlieren könnten. CDU/CSU und SPD verwiesen auf die angespannte Haushaltslage und betonten, eine Kürzung sei noch nicht beschlossen und mehr Wohnungsbau sei die eigentliche Lösung.
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Der Bundestag beriet erstmals einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, der Opfern schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten sowie häuslicher Gewalt mehr Unterstützung im Strafverfahren geben soll. Künftig sollen mehr Betroffene Anspruch auf eine psychosoziale Prozessbegleitung und einen kostenfreien Anwalt erhalten. CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke begrüßten das Ziel, die AfD lehnte den Entwurf ab.
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Die Grünen brachten zwei Anträge ein: mehr bezahlbarer Wohnraum bei nachhaltiger Stadtentwicklung sowie die Umwandlung leerstehender Büros in Wohnungen. Die zentrale Streitfrage war, ob mehr Vorgaben und soziale Quoten oder weniger Bürokratie und der 'Bauturbo' der Koalition den Wohnungsmangel besser lösen.
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Der Bundestag debattierte anlässlich des Nationalen Veteranentags am 15. Juni über Anerkennung und Wertschätzung für aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten. Alle Fraktionen würdigten den Dienst der Veteranen. Strittig war vor allem, ob es bei symbolischer Anerkennung bleibt oder ob es mehr konkrete Hilfe etwa bei Traumata und Einsatzfolgen braucht.
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In einer Aktuellen Stunde ging es um Russlands Eskalation im Ukrainekrieg und um die Teilnahme von AfD-Abgeordneten am Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg. CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke warfen der AfD vor, sich für russische Propaganda einspannen zu lassen und nicht im deutschen Interesse zu handeln. Die AfD verteidigte die Reise als legitime Diplomatie und kritisierte die Russland- und Energiepolitik der Bundesregierung.
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Bundeskanzler Merz erklärt vor dem Europäischen Rat, wie sich Deutschland und die EU bei Verteidigung, Wirtschaft und der Unterstützung der Ukraine aufstellen sollen. Er kündigt tiefgreifende Reformen und Sparmaßnahmen an. In der anschließenden Aussprache prallen die Positionen von Koalition und Opposition scharf aufeinander.
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Die Linke forderte ein existenzsicherndes BAföG als Vollzuschuss, das echte Mieten abdeckt. Union und AfD lehnten den Antrag als unfinanzierbar ab, während SPD und Grüne mehr Tempo bei der versprochenen BAföG-Reform verlangten.
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Die Grünen fordern mit mehreren Anträgen, Familien zu stärken, Kinderarmut zu bekämpfen und das BAföG zu erhöhen, statt bei jungen Menschen zu sparen. Sie wollen unter anderem ein gebührenfreies letztes Kitajahr und bessere Bildungschancen unabhängig vom Einkommen. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD teilt viele Ziele, lehnt die Anträge aber als zu teuer und nicht gegenfinanziert ab.
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Der Bundestag hat in erster Lesung über eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) beraten, das vor Diskriminierung schützt. Geplant sind unter anderem eine längere Frist zum Klagen und besserer Schutz vor sexueller Belästigung. Streit gab es vor allem darüber, ob die Reform weit genug geht oder ob sie zu viel Bürokratie schafft.
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Die AfD hat drei Gesetzentwürfe vorgelegt, um Energie- und Stromsteuern sowie die Mehrwertsteuer auf Gas und Wärme zu senken und den CO2-Preis abzuschaffen. Alle anderen Fraktionen kritisierten die Vorschläge scharf, vor allem weil sie rund 50 Milliarden Euro kosten würden und nicht gegenfinanziert seien. Die Entwürfe wurden zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen.
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Die Bundesregierung will das bisherige Heizungsgesetz im Gebäudeenergiegesetz reformieren und mehr Wahlfreiheit beim Heizen schaffen. Künftig sollen Öl- und Gasheizungen erlaubt bleiben, müssen aber über eine sogenannte Biotreppe schrittweise mit klimafreundlichen Brennstoffen betrieben werden. Hauptstreitpunkte sind die Kosten für Mieterinnen und Mieter sowie die Frage, ob genug Biogas verfügbar ist.
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Der Bundestag stimmte namentlich über die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes EUFOR Althea in Bosnien und Herzegowina ab. Union, SPD und Grüne sehen die Mission als wichtigen Stabilitätsanker, AfD und Linke lehnten die Verlängerung ab.
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Die AfD wollte den Paragrafen 188 abschaffen, der Menschen im politischen Leben besonders vor Verleumdung und Hetze schützt. Alle anderen Fraktionen lehnten das ab, weil der Paragraf vor allem ehrenamtliche Kommunalpolitiker schütze; über eine maßvolle Reform wird aber diskutiert.
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Die Bundesregierung brachte ein Gesetz ein, das neue steuerbare Kraftwerke fördern soll, damit auch bei Dunkelflauten genug Strom da ist. Grüne und Linke verlangten weniger fossile Abhängigkeit, die AfD lehnt die Energiewende grundsätzlich ab.
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Die AfD wollte mit zwei Anträgen den Verbrennungsmotor dauerhaft sichern und die Zulassung von Export-Simson-Mopeds erleichtern. Alle anderen Fraktionen lehnten beide Anträge ab und warfen der AfD Symbolpolitik und das Schüren von Ost-West-Konflikten vor.
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Der Bundestag beriet in zweiter und dritter Lesung über die Verlängerung des KFOR-Einsatzes der Bundeswehr im Kosovo. Der Einsatz besteht seit 1999 und ist der längste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Die meisten Fraktionen halten ihn wegen der weiter angespannten Lage zwischen Kosovo und Serbien für nötig, während AfD und Linke ihn ablehnen.
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Der Bundestag beriet einen Antrag der Grünen, der humanitäre Hilfe stärken, das Völkerrecht verteidigen und mehr internationale Verantwortung übernehmen will. Hintergrund sind stark gekürzte Mittel und die verlorene Wahl Deutschlands um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Fraktionen stritten darüber, wie viel Geld nötig ist und wie glaubwürdig deutsche Außenpolitik beim Völkerrecht ist.
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Der Bundestag gedachte des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR. Damals gingen hunderttausende Menschen gegen die SED-Diktatur auf die Straße und forderten Freiheit, freie Wahlen und die deutsche Einheit; der Aufstand wurde von sowjetischen Panzern niedergeschlagen. Die Redner erinnerten an die Opfer und an den Wert von Freiheit und Demokratie.
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Bei diesem Tagesordnungspunkt wurden mehrere Vorlagen gebündelt behandelt, darunter ein Regierungsentwurf zur digitalen Fluggastabfertigung sowie verschiedene Anträge von AfD, Grünen und Linken zu Gesundheit, Umwelt und Klima. Zu diesem Punkt liegt keine Aussprache mit Reden vor; die Vorlagen wurden zur weiteren Beratung weitergeleitet.
Der Bundestag berät abschließend ein Gesetz zu einem deutsch-französischen Abkommen über die Deutsch-Französischen Gymnasien und das gemeinsame Abitur. Zugleich werden mehrere Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses behandelt. Zu diesem Tagesordnungspunkt liegen keine Redebeiträge vor.