Zeitleiste
Der Bundestag beriet eine umfassende Neufassung seiner Geschäftsordnung sowie eine Änderung des Abgeordnetengesetzes mit höheren Ordnungsgeldern und gekürzter Kostenpauschale. Ziel ist es, Verfahren zu modernisieren und gegen Hass und Pöbeleien im Parlament vorzugehen. Vor allem die AfD sieht darin einen Angriff auf Oppositionsrechte, während andere Fraktionen die Reform begrüßen, aber teils als zu wenig ambitioniert kritisieren.
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Die Bundesregierung will die Bundespolizei flächendeckend mit Tasern (Distanzelektroimpulsgeräten) ausstatten und dafür die rechtliche Grundlage schaffen. Befürworter sehen darin ein milderes Mittel als die Schusswaffe und mehr Schutz für Beamte. Vor allem die Linke warnt vor Gesundheitsgefahren und fehlenden klaren Einsatzregeln.
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Die Grünen fordern in einem Antrag, dass Deutschland bereits gegebene Aufnahmezusagen an gefährdete Afghaninnen und Afghanen einhält. Die Debatte verlief sehr kontrovers: Grüne, Linke und SPD pochen auf eingehaltene Versprechen, während die AfD die Aufnahme ablehnt und die Union das Verfahren kritisiert.
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Die AfD wollte mit einem Antrag erreichen, dass die Umbenennung des früheren Bismarck-Zimmers im Auswärtigen Amt rückgängig gemacht wird. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag scharf ab und warfen der AfD vor, mit Geschichtspolitik nur einen rechten Kulturkampf zu führen.
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Die AfD forderte mit einem Antrag, alle asylsuchenden Menschen an den deutschen Grenzen zurückzuweisen und die Grenzkontrollen drastisch zu verschärfen. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag ab, stritten aber untereinander heftig darüber, ob die aktuellen Grenzkontrollen der Regierung wirken und rechtmäßig sind.
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Der Bundestag beriet erstmals ein Gesetz, mit dem die EU-Richtlinie NIS-2 umgesetzt wird und rund 30.000 Unternehmen strengere Regeln für Cybersicherheit erfüllen müssen. Alle Fraktionen hielten besseren Schutz für nötig, stritten aber über Bürokratie, Kosten und darüber, ob auch der Staat selbst genug für seine eigene IT-Sicherheit tut.
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Die AfD forderte ein Moratorium, also einen sofortigen Stopp beim Rückbau der bereits abgeschalteten deutschen Kernkraftwerke, um sie möglicherweise wieder ans Netz zu bringen. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag ab und hielten eine Rückkehr zur Atomkraft für technisch unmöglich, zu teuer und überholt.
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Die Fraktion Die Linke beantragte, die Wehrpflicht (Artikel 12a) ganz aus dem Grundgesetz zu streichen und so dauerhaft abzuschaffen. Alle anderen Fraktionen lehnten dies mit Verweis auf den russischen Angriffskrieg und die Sicherheitslage ab.
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Die AfD forderte mit einem Antrag, das Selbstbestimmungsgesetz aufzuheben, das die Änderung von Vorname und Geschlechtseintrag erleichtert. Sie begründete dies mit dem Schutz von Frauen und Jugendlichen. Alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag ab; die Union will das Gesetz nur überprüfen.
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Der Bundestag befasste sich mit einer Beschlussempfehlung des Geschäftsordnungsausschusses zu einem Antrag auf Genehmigung des Vollzugs gerichtlicher Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse. Solche Genehmigungen sind nötig, weil Abgeordnete durch die Immunität besonders geschützt sind. Es handelt sich um einen Verfahrenspunkt ohne Aussprache.
Die AfD forderte mit ihrem Antrag, Eigentümer und Mieter vor einer 'Wohnflächensteuerung' durch die Klimapolitik zu schützen, also vor Vorgaben, wie viel Wohnfläche pro Person genutzt wird. Alle anderen Fraktionen wiesen den Antrag scharf zurück und warfen der AfD vor, mit erfundenen Bedrohungen Angst zu schüren. Strittig war, ob eine solche Politik überhaupt geplant ist.
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Der Bundestag befasste sich mit einer Beschlussempfehlung des Geschäftsordnungsausschusses zu einem Antrag auf Genehmigung der Durchführung eines Strafverfahrens. Weil Abgeordnete durch die Immunität geschützt sind, muss der Bundestag solche Verfahren genehmigen. Es handelt sich um einen Verfahrenspunkt ohne Aussprache.
Der Bundestag befasste sich mit mehreren Verfahrenspunkten: einem Streitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, der erneuten Überweisung älterer Vorlagen, der Prüfung von Einsprüchen gegen die Europawahl 2024 sowie einem AfD-Antrag zu Abschiebehaft. Eine inhaltliche Aussprache wurde nicht protokolliert.
In einer von der AfD verlangten Aktuellen Stunde stritten die Fraktionen über die Bilanz von zehn Jahren Flüchtlingspolitik seit Angela Merkels Satz "Wir schaffen das" von 2015. Die AfD zeichnete ein durchweg negatives Bild von Migration und Kriminalität, während SPD, Grüne und Linke vor allem Integrationserfolge betonten. Die Union zog eine geteilte Bilanz und forderte zugleich eine strengere Begrenzung illegaler Migration.
In der Fragestunde stellen Abgeordnete der Bundesregierung Fragen zu aktuellen politischen Themen. Es handelt sich um einen festen, regelmäßig wiederkehrenden Punkt im Ablauf des Bundestages.
Der Bundestag stritt zur Geschäftsordnung darüber, ob die geplante Wahl von drei Richterinnen und Richtern für das Bundesverfassungsgericht stattfinden soll. Union, SPD und Grüne beantragten, die Tagesordnungspunkte abzusetzen, weil eine Kandidatin (Frauke Brosius-Gersdorf) zur Zielscheibe einer heftigen öffentlichen Kampagne geworden war. Die Wahl wurde verschoben.
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Dies ist der erste Tagesordnungspunkt einer Plenarsitzung des Bundestages. Zu diesem Punkt liegen im System keine einzelnen Redebeiträge vor.
Der Bundestag beriet erstmals einen Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD, mit dem die Bundesregierung künftig per Rechtsverordnung sichere Herkunftsstaaten bestimmen kann. Außerdem soll der verpflichtende Pflichtanwalt bei Abschiebungshaft und Ausreisegewahrsam abgeschafft werden. Streitpunkt war, ob das Asylverfahren beschleunigt oder der Rechtsschutz von Betroffenen ausgehöhlt wird.
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Der Bundestag beriet in erster Lesung den Etat des Innenministeriums (Einzelplan 06) mit Schwerpunkten bei innerer Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Migration. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD lobte mehr Geld für Polizei und Katastrophenschutz sowie eine sinkende Zahl an Asylanträgen. AfD, Grüne und Linke kritisierten die Migrationspolitik teils als zu lasch, teils als rechtswidrig und zu hart.
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Der Bundestag entschied, wie die Corona-Pandemie politisch aufgearbeitet wird. CDU/CSU und SPD setzten eine Enquete-Kommission ein, die aus der Krise lernen soll, statt Schuldige zu suchen. Die AfD forderte stattdessen einen Untersuchungsausschuss; ihr Antrag fand keine Mehrheit.
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